Bodø – Tromsø
390 sm über die Lofoten und Vesterålen — Alpen im Meer, mit Mitternachtssonne.
Dieser Abschnitt führt durch eine der schönsten Segelregionen Skandinaviens. Die Lofoten und Vesterålen sind voller Kontraste: steile Felswände, weiße Sandstrände, kleine Fischerdörfer. Hier segeln wir oft im Schutz der Inseln, aber jederzeit mit der Nähe zum offenen Meer. Seeadler kreisen über den Fjorden, Papageitaucher nisten in den Klippen – und mit etwas Glück tauchen Wale neben dem Schiff auf.
Tromsø, das Ziel dieser Etappe, trägt den Beinamen «Tor zur Arktis». Im 19. Jahrhundert starteten von hier viele Polarexpeditionen. Heute ist Tromsø eine lebendige Stadt mit einer jungen Bevölkerung, geprägt von Universität, Kultur und Geschichte.
Anreise
Bodø liegt nördlich des Polarkreises und hat einen eigenen Flughafen, direkt am Stadtrand — vom Terminal ins Zentrum sind es zwanzig Minuten zu Fuss. Geflogen wird über Oslo. Die langsame Variante ist die Nordlandbahn ab Trondheim: rund zehn Stunden durch Wald, Fjell und über den Polarkreis.
Tipp für den Tag davor: Eine halbe Stunde südlich liegt der Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt — viermal am Tag drückt es ein ganzes Fjordbecken durch eine Enge von hundertfünfzig Metern, mit Strudeln, in die ein Beiboot passt. Die Zeiten richten sich nach der Tide, frag danach. Bei Regen ist das Luftfahrtmuseum die bessere Wahl.
Rückreise
Tromsø liegt auf 69 Grad Nord und ist trotzdem einfach zu erreichen: SAS und Norwegian fliegen über Oslo, mit einem Umstieg bist du ab Zürich in gut fünf Stunden da. Der Flughafen liegt auf derselben Insel wie die Stadt, der Bus braucht eine Viertelstunde.
Tipp für den Tag danach: Das Polarmuseum im alten Zollhaus am Hafen erzählt von Amundsen, Nansen und den Überwinterern — die richtige Vorbereitung, bevor du selbst nordwärts fährst. Danach mit der Fjellheisen auf den Storsteinen: von dort oben siehst du die Route, die ihr nehmen werdet.
Preis
- An- und Rückreise
- Transfer
- Bordkasse, ca. 150–250 Fr. pro Woche
- Persönliche Ausgaben
Theo Müller
Theo Müller. Das Segeln ist seit vielen Jahren Theos Passion. Schon als Kind war er von Wind und Wasser fasziniert, beide Elemente spielen in seinem Leben seither eine grosse Rolle. Sein Revier als Hochseeskipper erstreckt sich heute vom Solent, wo Theo Starkwind segelt und Skipperkurse anbietet, über die Ostsee bis ins französische, kroatische und griechische Mittelmeer. Vor einiger Zeit hat sich Theo dann in die «SY Passage» verliebt und freut sich nun, als Jungrentner zu Till Linckes Ehren dieses einzigartige Schiff führen zu dürfen. Theo lebt mit seiner Frau in der Region Thunersee.
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