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SY Passage — Aluminium-Racer auf Expedition

Auf der SY Passage wird Komfort klein- und Abenteuer grossgeschrieben. Sie wurde 1989 von Guy Ribadeau Dumas für das härteste Hochseerennen der Welt entworfen — das Whitbread Round the World Race. Ihr Rumpf ist Aluminium, ihr Kiel wiegt sieben Tonnen und ist eingeschweisst, nicht angebolzt. Selbstaufrichtend bis 155 Grad Neigung. Konzipiert für Bedingungen, in denen andere Schiffe längst umkehren würden — Sturm, Eis, endlose Distanzen zwischen sicheren Häfen. Heute trägt sie eine andere Flagge: Mare Incognita, Schweizer Expeditions-Segelverein. Und eine andere Mission: Neugierige Menschen in die hohe Arktis und wieder zurück bringen.

Auf einen Blick

Whitbread-Racer · Baujahr 1989 · Aluminium
18 m × 5 m · Tiefgang 3.20 m
17 t Verdrängung · 12 Kojen
75 PS Volvo Penta Diesel
9 Arktis-Expeditionen · 120'000+ Seemeilen
Der Geist der Passage

Gemeinsam stark: Wissen kennt keine Hierarchie

Die Passage verlangt eine Crew von mindestens 5, besser 7 Personen für zwei Dreierwachen. Wissenstransfer läuft nicht nur vom Skipper abwärts: Elektriker, Mediziner, Mechaniker oder Geologen haben uns schon oft aus der Patsche geholfen – Know-how wächst mit der Mannschaftsstärke.

Gemeinsam Neues entdecken

Verein statt Unternehmen

Wir sind ein Verein, kein Profit-orientiertes Unternehmen. Die Törnpreise decken kaum mehr als die Unterhaltskosten. Zahlreiche Mitglieder investieren unentgeltlich Ferienzeit, reisen auf eigene Kosten ins Winterlager nach Holland und machen die Passage fit fürs nächste Arktis-Abenteuer.

Mare incognita – das Unbekannte erleben

Entdeckergeist als Antrieb

Wir segeln in hohe Breiten, um Unbekanntes zu erkunden – Küsten, Fjorde, Ankerplätze, die kaum je ein Segler gesehen hat. Dieses Rekognoszieren des Unbekannten steckt tief in unseren Genen, seit unsere Urahnen einst von den Bäumen kletterten und die Savannen erkundeten.

Arktische Expeditionen

Genuss statt Rekorde

Wir sind keine Extremsportler, sondern suchen bleibende Erlebnisse. Die sommerliche Arktis bietet ruhige Fjorde, Kajaktouren und Wanderungen. Unsere Skipper führen das Schiff, sind aber keine Reiseleiter – sie greifen erst ein, wenn Sicherheit oder Schiff auf dem Spiel stehe

Geschichte

Gebaut 1989 für das Whitbread Round the World Race 1989/90 — heute bekannt als The Ocean Race — gehörte die Passage zu einer Generation Hochseeracer, die für Vollgas rund um den Globus konstruiert wurden. Stationen: Antigua Sailing Week, Blue Cup, Hong-Kong-Challenge, Admirals Cup, Fastnet Race. 2009 umfangreich refittet. Danach folgte der Kurswechsel: weg vom Rennsport, hin zur Expedition. Seither hat die Passage sechs Mal die hohe Arktis angesteuert — teilweise nördlich des 80. Breitengrades. Über 120'000 Seemeilen unter dem Kiel. Das Aluminium hat jede davon mitgemacht.

Technische Daten

Konstrukteur
Guy Ribadeau Dumas
Werft
Universal Yachting France
Baujahr
1989
Rumpf
Aluminium
Länge × Breite
18.00 m × 5.00 m
Tiefgang
3.20 m
Verdrängung
17 t
Masthöhe
24.10 m
Kiel
7 t Blei, eingeschweisst
Stabilität
selbstaufrichtend bis 155°
Motor
75 PS Volvo Penta Diesel, 4-Blatt-Verstellpropeller
Heizung
8 kW Dieselheizung
Wassermacher
80–140 L/h
Trinkwassertank
ca. 700 L
Rigg
Hydraulisches Rod Rigging, 18 t Spannung, 4 Salingenpaare
Großsegel
Durchgelattet, kugelgelagerte Mastrutscher
Winchen
12 (davon 2 als Coffeegrinder)
Refit
jeden Winter warten, pflegen und verbessern wir die Passage

Eindrücke

Hast du Fragen?
Gerne geben wir dir hier Auskunft:

segeln@mareincognita.ch
044 586 65 65